Die Strecke Aruba nach Kolumbien ist eine notorische Schlechtwetterecke, insbesondere der nördlichste Zipfels der Guajira Halbinsel, das Punta Gallinas. Auch das etwas weiter südwestlich gelegene Cabo de la Vela hat es in sich. Über fast einen Monat haben wir hier Tiefdruckgebiete mit mehr als 40 kt Windgeschwindigkeit beobachtet. Es wird unter Seglern berichtet, dass diese Ecke einen hohen Platz auf den 100 gefährlichsten Strecken der Welt einnimmt [1]. Kurz vor unserem Ziel, dem Hafen von Santa Marta liegt ebenfalls ein Kap (Cabo de la Aguja) welches ebenfalls notorisches Schlechtwetter hat. Zu der hohen Windgeschwindigkeit und den verbundenen heftigen Böen kommen noch Fallwinde aus dem Gebirge und starke Strömungen in Landnähe, selbst Piraten sollen auf der Venezuelanischen Seite ihr Unwesen treiben [1]. Wir sind also gewarnt. Ein lokaler Segler in Curacao hat uns allerdings berichtet, dass das Wetter Anfang März günstig sein soll. Mal sehen.
Weiterlesen →Urlaub auf Aruba
Weiter geht es nach Westen. Aruba, die dritte der ABC-Inseln liegt auf dem Weg. Wir haben lange nachgedacht, ob wir dieser Insel einen Besuch abstatten, weil im Netz Horrormeldungen kursieren, wie schrecklich doch die Einklarierungsbedingungen sind. Man muss fürs Einklarieren und fürs Ausklarieren einen Industriehafen im Süden der Insel anlaufen, mit einem festgelegten Holzsteg direkt neben einer gefährlichen Untiefe, auf die der typische Wind die Boote zu drücken versucht. Nebenbei bemerkt ist die Wassertiefe an diesem Steg nicht für größere Boote geeignet. In zwei Foren wird daher dringend abgeraten, diesen Steg und selbst Aruba als Insel anzulaufen, zumal man dafür auch noch einen besonderen Anfahrtsweg einhalten muss. Wir haben also zunächst beschlossen, nicht nach Aruba zu fahren. Glücklicherweise haben wir in Curacao einen ortskundigen Skipper gefunden, der uns versichert hat, dass die Anfahrt im Hafen von Barcadera einfach machbar ist. Wir glauben ihm, lassen uns genauestens instruieren und wagen nicht ohne Magenschmerzen das Abenteuer.
Weiterlesen →Karneval in Curacao
Es ist Zeit, die kleinen Antillen zu verlassen und unseren Weg nach Mittelamerika anzugehen. Als Zwischenziel haben wir die ABC-Inseln (Aruba, Bonaire und Curacao), erkoren. Bei der Streckenplanung haben wir auch die Islas Los Roques gefunden, ein Tauchparadies, welches zwar zu Venezuela gehört, aber für Touristen relativ sicher ist. Diese Sicherheit kostet aber, wir bekommen von einem Agenten ein Angebot über ca. 950 US-$ nur an Gebühren, was unser Interesse schnell auf nahezu Null reduziert. Wir sparen lieber für Galapagos.
Der Tag des Absegelns naht, wir bekommen noch eine Anfrage von einem deutschen Anhalter-Pärchen und entschließen uns nach einem längeren Gespräch, Florian nach Panama mitzunehmen.
Los geht’s. Wir legen ohne Probleme bei Starkwind ab, ohne irgendwo aufzulaufen, biegen dann im Süden der Insel in Richtung Westen ab. Es weht stark und der Seegang ist zunächst sehr unangenehm. Wird aber schnell besser. Bald können wir den Autopiloten anschalten und unsere Strecke von etwa 500 sm und 4 Segeltagen starten.
Weiterlesen →Carriacou und Grenada
Zur nächsten Insel Carriacou ist es nur ein Kurztrip von 12 sm und ca. 2 Stunden. Carriacou gehört bereits zu Genada und wir müssen offiziell einklarieren. Unterwegs fahren wir auf besonderen Wunsch unserer Gäste an Sandy Island [1] vorbei, einer kleinen Insel im Norden von Carriacou.
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12/02/2023
von Richard
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Mayreau und Union Island (Grenadinen)
Weiter geht es nach Süden. Wir segeln vorbei an der Insel Canouan, stecken unsere Nase kurz in die mit Seglern gut gefüllten Charlestown Bay und laufen die Insel Mayreau an. Östlich von Mayreau liegen die berühmten Tobago Cays, eine Gruppe von traumhaften Inseln mit engen und flachen Durchfahrten.
Weiterlesen →Blues Festival auf Mustique
Nur 12 Seemeilen südöstlich von Bequia liegt Mustique, die Insel der Reichen und Prominenten. Keine Besucher erlaubt, bis auf ein paar Privatyachten, die dort an den Muringbojen festmachen können. Wir segeln am späten Morgen los, hart am Wind für die zweite Hälfte der Strecke und segeln Regatta mit einem Britischen Boot. Die Gerüchteküche sagt, dass wir für drei Tage einen wirklich guten Preis für die Boje bekommen werden und natürlich, dass das alljährliche Blues Festival beginnt, eine Benefiz Veranstaltung für die Schulbildung der lokalen Kinder. Die Briten überholen uns und wir umfahren das gefährliche Riff, die „Montezuma Shoal“ als zweite. Zu unserer Freude können wir uns die Boje aussuchen, es sind noch einige frei. Lokale Marineros helfen uns, an der Boje festzumachen und kassieren die Liegegebühr. Die Insel ist ein Traum, keine Touristen, saubere Strände und Häuser und freundliche Locals.
Weiterlesen →Barbados und Bequia (kleine Antillen)
In Barbados müssen wir einklarieren. Die Optionen hier sind Bridgetown, die Hauptstadt und Port St. Charles. Wir müssen dafür an einem Zollpier anlegen. In Bridgetown gibt es hierfür einen hohen Betonkai, in Port St. Charles einen kleinen Holzpier. Da wir aus Griechenland bereits Erfahrung mit hohen Betonkais gemacht haben und diese nicht gerne wiederholen wollen, entscheiden wir uns für den Holzpier. Wir segeln also über das nördliche Ende der Insel, werden richtig nass von einem Wolkenbruch und melden uns schließlich über Funk bei den Behörden an.
Weiterlesen →Tanuki geht Transatlantik
Was soll man dazu sagen? Die Transatlantik-Route ist der erste Stein auf dem Weg für den angehenden Blauwasser-Segler. Von Ost nach West normalerweise leicht zu bewältigen, da konstante Passat-Winde von Nordost die Route segeltechnisch einfach gestalten und der Atlantische Äquatorialstrom auch in Zielrichtung hilft. So gesehen braucht man eigentlich nur mit oder ohne Minimalbesegelung lange genug warten um irgendwann anzukommen. Haben wir natürlich nicht gemacht. Unser Ziel von ca. 100 Seemeilen pro Tag geht nur mit wirklich angepasster Besegelung.
Weiterlesen →Kapverdische Inseln – Mindelo
Mindelo
Die Marina in Mindelo, einst etwas unter Verruf, hat sich in den letzten Jahren wohl enorm entwickelt. Seitdem die ARC-Plus (Atlantic Rally for Cruisers) hier Stopp macht, gibt es eine gut ausgestattete Chandlery (Marineausstatter und Ersatzteilladen) und genügend Handwerker, die alle Bootsprobleme lösen können. Wir bleiben hier über Weihnachten und für ein paar beschauliche Urlaubstage, bevor es auch für uns dann zur großen Fahrt losgeht.
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24/12/2022
von Richard
3 Kommentare
Tanexit – Wir verlassen die EU
Es geht endlich los. Checkliste abgearbeitet, wir legen ab. Das Manöver „drehen auf engstem Raum“ funktioniert und wir kommen gut aus dem Hafen raus. Das Wetter ist schön, wenig Wind, aber wir sind gut drauf. Auch Tanuki scheint sich zu freuen, wir gleiten sanft durch die wenigen Wellen, wohl wissend, dass sich das bald ändern wird. Wir haben zwar die Segel draussen, sind aber noch in der Abdeckung der Insel Tenerifa und müssen erst mal ein paar Stunden mit Motorhilfe nach Süden. Dann geht’s aber zur Sache. Die Reise ist mit ca. 850 sm angesetzt und wir werden je nach Wetterlage ca. 6-7 Tage brauchen. Der Wetterbericht sagt 3-4 Windstärken voraus. Mal sehen.
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